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Willi Ostermann


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geboren am 1. Oktober 1876 in Mülheim am Rhein (heute Köln-Mülheim)
gestorben am 6. August 1936 in Köln

 


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Willi Ostermann war der bekannteste Kölner Liederdichter und -sänger vor dem Zweiten Weltkrieg.
Nach einer ersten Saison im Apollo-Theater, Köln, 1898/99, sowie zahlreichen Auftritten bei geselligen Veranstaltungen in Köln, wie z.B. dem Schützenfest in Köln-Deutz (mit dem Schlager »Et Düxer Schötzefess« nach dem »Jahrmarktsrummel« von Paul Lincke) gelang ihm der Durchbruch auf der Kölner Karnevalsbühne in der Session 1907/08 mit dem Lied »Däm Schmitz sing Frau eß durchgebrannt!«.


 


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In den Folgejahren bis zum Ersten Weltkrieg gelangen ihm ständig neue kölsche Karnevalsschlager, die großenteils Einzug in das kölnische Volkliedgut hielten. Durch den Krieg und die Besatzungszeit, während der der Karneval in Köln verboten war, wandte er sich auch dem hochdeutschen Schlager zu, insbesondere den weltweit verbreiteten Rhein- und Wein-Liedern wie »Einmal am Rhein«, »Rheinlandmädel« oder »Denn nur der Rhein mit seiner Fröhlichkeit«. In den 30er Jahren widmete er sich noch einmal kölschen Texten, wobei unvergeßliche Lieder entstanden wie »Och wat wor das fröher schön doch en Colonia« und, 1936 auf dem Sterbebett getextet, »Heimweh nach Köln« mit der Zeile »Ich mööch zo Foß noh Kölle gonn«, die keine 10 Jahre später für viele traurige Realität wurde.


 


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Der von Ostermann ca. 1910 gegründete gleichnamige Verlag wurde nach dem Krieg noch von seiner Witwe Käte Ostermann, geb. Palm, weitergeführt, ging dann später in die Verlagsgruppe Hans Gerig Musikverlage GmbH über, von der er bis Ende 2006 betreut wurde. Seit 2007 sind Ostermanns Lieder »gemeinfrei«, d.h. sie unterliegen nicht mehr dem Urheberrechtsschutz.

Der Ostermannbrunnen in der Kölner Altstadt wurde bereits in den 30er Jahren auf eine Initiative des Kölner Karnevalisten und Ostermann-Freundes Thomas Liessem errichtet, der als Grundkapital die Erträge der von ihm gesungenen Schallplatteneinspielung von Ostermanns letztem Lied »Heimweh nach Köln« verwendete.


 


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Literatur:

Krupp, Hans W.: Willi Ostermann. 'En Kölle am Rhing...'. Eine Biographie von Hans W. Krupp, neu herausgegeben von Anne Krupp. Köln: Wienand 1995. [Bei amazon.de bestellen]
Liessem, Thomas: Willi Ostermann. Leben und Wirken des rheinischen Volksliederdichters. Köln: Josef Höfer [1936]. [In überarbeiteter Fassung neu erschienen als:] Willi Ostermann. Ein Leben für den Frohgesang am Rhein. Gesamtausgabe. Textliche Gestaltung: Thomas Liessem. Köln: Willi Ostermann Verlag 1958 [mit Noten]. [Bei amazon.de bestellen]
Liessem, Thomas. Kamelle und Mimosen. Köln: DuMont Schauberg [1966]. [Bei amazon.de bestellen]
Louis, Reinold: Kölnischer Liederschatz. Wat kölsche Leedcher vun Kölle verzälle. Köln: Greven 1986. [Bei amazon.de bestellen]
Mies, Paul: Das kölnische Volks- und Karnevalslied. Ein Beitrag zur Kulturgeschichte der Stadt Köln von 1823 bis 1923 im Lichte des Humors. Köln u. Krefeld: Staufen 1951. (Denkmäler rheinischer Musik; 2.) [Bei amazon.de bestellen]
Staffel, Wilhelm: Willi Ostermann. Köln: Greven 1976. [Bei amazon.de bestellen]


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Eine umfangreiche Literatur- und Quellenliste gibt es auf dieser Seite: Ostermann-Literatur



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