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Kölsche Musik


Neben dem Karnevalslied, das verständlicherweise sofort assoziiert wird, wenn ein Kölner in seiner heimatlichen Mundart »Kölsch« zu singen beginnt, gibt es in Köln eine große Anzahl von Liedern für alle Gelegenheiten und Stimmungen. Die Bandbreite reicht vom kölschen Kirchenlied bis zum Rocksong, vom poetischen Liebeslied bis zum banalen Schlager und ist vor allem natürlich reich an heimatverbundenen Texten und den bereits erwähnten Karnevalsschlagern. Alle kölschen Lieder zusammenzuzählen wird wohl niemandem gelingen, aber die weitreichendste Sammlung dieser volkstümlichen Kultur aus Köln kommt auf sage und schreibe weit über 20.000 Titel - ein Rekord, der bisher von keiner anderen Stadt geschlagen ist.

Die Kallendresser, eine Gruppe mit traditionellen Instrumenten wie Flitsch (Mandoline), Quetsch (Akkordeon) und Jittar (Gitarre) und der Fähigkeit zum mehrstimmigen Gesang, widmet sich seit einigen Jahren vor allem den »leiseren Tönen« aus diesem riesigen Repertoire, oder aber auch gerade den Liedern, deren Texte besonderes Augenmerk verdienen. Lieder dieser Art in Aufführungen ohne elektrische Verstärkung und ohne den kommerziellen Charakter karnevalistischer oder folkloristischer Großveranstaltungen liegen den sechs Kallendressern am Herzen. Neben der Aufführung bekannter alter Lieder widmen sie sich auch der Wiederbelebung vergessener Titel, unter anderem durch die Ostermann-Sammlung, die von Thomas Gebhardt angelegt wurde, und auch durch die ständige Suche nach nur mündlich oder in »fliegenden Blättern« überlieferten lohnenden Texten und Liedern.



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