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»De Kallendresser« - wie wor dat noch ens...?


Würde mich heute jemand fragen »Wie hat das eigentlich alles angefangen mit den Kallendressern?«, so müßte ich gestehen: »Ich weiß et nit mieh su janz jenau...«. Ich weiß nur noch, daß irgendwann Ende der 80er Jahre bei einer privaten Familienfeier vier von uns (nämlich Andreas, Thomas, Mattes und Frank) zusammensaßen. Wie das dann so ist, wenn »der Kölsche an sich« feiert, wurde gelacht und gesungen, und wir packten unsere - damals teilweise noch geliehenen - Instrumente aus, um »jet för et Hätz« zu singen.


 


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Wir vier kannten uns schon länger us d'r Nohberschaff, kickten zusammen auf dem Bolzplatz und waren auch musikalisch aktiv: Wir sangen gemeinsam im Longericher Jugendchor und im Collegium Cantorum Köln, einem reinen a-capella-Ensemble, dessen Repertoire von mittelalterlichen Gesängen über Spirituals und Gospels bis hin zu modernen »arrangements in closed harmony« reichte. (Das »Collegium« existiert übrigens heute noch als Kammerchor - siehe hier - ...ävver mir jo och!)
Doch die kölschen Tön hatten es uns richtig angetan: Wir probten Lieder von BAP, den Bläck Fööss und den Höhnern, um diese dann bei passenden, manchmal auch unpassenden Gelegenheiten zum Besten zu geben. Unvergeßlich bleibt uns ein spontaner Auftritt am Alter Markt, bei dem wir unter anderem das Kallendresser-Lied spielten und daraufhin von einem netten Hausbewohner ein reich gefüllter Präsentkorb für »die Kallendresser« gespendet wurde - damit hatten wir endlich auch einen richtigen und passenden Namen. Wie et dann esu jeiht, gesellten sich nach und nach mit ein paar Wechseln schließlich noch zwei weitere Dresser (Norbert und zuletzt dann noch Thorsten) zu uns, und in der heutigen Besetzung sind wir seit Mai '98 zusammen.


 

De Kallendresser beim Riehler Dorfturnier Sommer 1997



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Wir sind ja sowieso »irjendswie e beßje anders«: Bei uns wird für die Auftritte nicht viel Geld verlangt, wir begnügen uns auch schon mal mit (kölschen) Naturalien - Hauptsache, et määt Spaß. Trotzdem haben wir es tatsächlich einmal geschafft, uns vom Ersparten eine gemeinsame Reise nach Irland zu gönnen - natürlich mit Instrumenten, quasi als kölsche Botschafter auf der grünen Insel.


 

De Kallendresser in Irland Dezember 1997



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Im Laufe der Zeit entdeckten wir unsere Liebe zu alten, fast in Vergessenheit geratenen kölschen Liedern von Willi Ostermann, Karl Berbuer, Gerhard Jussenhoven und anderen. Diese zählen wir mittlerweile zu unseren »musikalischen Ahnen« und ihre Lieder sind fester Bestandteil unseres Repertoires, weil sie sich auch besonders gut für unsere Art des Musizierens eignen: spontan, ohne großen Aufwand und meist auch ohne Strom, einfach us Spaß an d'r Freud in irgendeiner kölschen Kneipe. Bei unserem ersten selbst veranstalteten Konzert am 26. September '99 spielten wir in unserem damaligen »zweiten Probenraum«, der Schreckenskammer. Wir hatten zum ersten Mal ein eigenes Konzert auf die Beine gestellt (natürlich mit Unterstützung vieler Freunde und Helfer) und hatten - wohl ebenso wie unser Publikum - vill Spaß. Ein weiterer Höhepunkt war sicher unser Gastspiel in Istanbul, bei dem wir eine Menge erlebt haben und feststellen konnten, dass die kölschen Lieder nicht nur »echten Kölschen« richtig gut gefallen.


 

De Kallendresser in Istanbul im Saal der »Teutonia«, Oktober 2001 - demnächst vielleicht auch in Moskau???



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Irgendwann haben wir dann noch eins draufgesetzt und eine CD produziert, die inzwischen jedoch vergriffen ist. Seit dieser Zeit haben wir unser Repertoire vor allem im Bereich alter kölscher Lieder stetig erweitert.
Viele weitere Auftritte im kleineren und hier und da auch etwas größeren Rahmen haben uns seither zu vielen Menschen gebracht, die wie wir Lieder »met kölscher Siel för et kölsche Hätz« lieben. Da wir allerdings seit dem Jahr 2000 auch in anderen Bereichen aktiv waren und inzwischen in den Familien von uns sechs Kallendressern und unseren beiden Technikern derzeit 17 (siebzehn!) Kinder aufwachsen, musste sich unsere musikalische Aktivität ein wenig reduzieren.


 


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Nichtsdestotrotz schaffen wir es immer mal wieder, uns neuen Herausforderungen zu stellen, und so haben wir uns sehr gefreut in diesem Jahr (2010) als Mitwirkende zur Prinzenproklamation im Gürzenich eingeladen worden zu sein, wo wir einen Programmpunkt zum Gedenken an »110 Jahre Karl Berbuer« mitgestalten konnten.



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